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  • NEWS
  • 2020.05.13

Einfluss von KI auf Brustultraschall

Dieser Artikel wurde erstmals in der Managment & Krankenhaus Ausgabe 3/30 veröffentlicht und kann online gesichtig werden.

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) soll einerseits die medizinische Versorgung verbessern und andererseits die Kosten der Gesundheitsversorgung senken.

Aus diesem Grund ist der Einsatz von KI zur standardisierten und quantitativen Auswertung von Bilddaten derzeit ein zentrales Thema. Dr. Volker F. Duda, Universitäts-Frauenklinik Marburg, erläutert den Einsatz in der Mammasonografie.

Dr. Jutta Jessen, Weinheim M&K: Bitte stellen Sie sich und die Senologieabteilung des Universitätsklinikums Marburg vor.

Dr. Volker F. Duda: Der interdisziplinär radiologisch-gynäkologische Arbeitsbereich „Senologische Diagnostik“ des Universitäts-Klinikums Marburg bietet neben der klinischen Untersuchung der Brust die konventionelle Mammografie, aber auch die Tomosynthese an, die landläufig als 3-D-Mammografie bekannt wurde. Dabei können Vakuumbiopsien und präoperative Drahtmarkierungen sowohl im Liegen als auch im Sitzen mammografisch stereotaktisch bzw. per Tomosynthese gesteuert durchgeführt werden. Da ein Teil der Patientinnen bereits extern angefertigte Mammografie-Aufnahmen mitbringt, findet der größte Anteil der Untersuchungen mittels Ultraschall statt. Hier kommen neben der konventionellen B-Bild-Sonografie die Farbkodierte-Dopplersonografie (FKDS), die Elastografie und die 3-D-Sonografie zum Einsatz. Bei entsprechenden Befunden können sämtliche Interventionen auch ultraschallgesteuert vorgenommen werden. Die Mamma-MRT-Untersuchungen werden in direkter Kooperation mit der radiologischen Hauptabteilung durchgeführt, wobei auch MRT-assistierte Interventionen, also Vakuumbiopsien und präoperative Drahtmarkierungen, möglich sind. Vom Stammpersonal werden in der „Senologischen Diagnostik“ parallel Weiterbildungsassistenten aus der Radiologie und aus der Gynäkologie ausgebildet.

Seit Januar 2020 hat sich die Patientenanzahl verdoppelt, können Sie uns bitte darüber erzählen und erklären, welche Auswirkungen dies auf Ihre Abteilung hatte?

Duda: Ende 2019 führten Umstrukturierungen in der ambulanten Versorgung von Kassenpatientinnen mit Indikationen für eine kurative Mammadiagnostik dazu, dass sich das Klinikum vor die Aufgabe gestellt sah, sehr kurzfristig ein deutliches Mehraufkommen von ratsuchenden Patientinnen zu versorgen. Nach erfreulich spontaner Aufstockung der personellen Ressourcen auf dem ärztlichen Sektor und von MTRA-Seite sowie der Bereitstellung zusätzlicher Räumlichkeiten und Beschaffung neuer Geräte kam es seit Beginn des neuen Jahres zu dem erwartet gesteigerten Zustrom von Patientinnen und dem damit verbundenen mehr an zu beurteilendem Bildmaterial.

Was sind in Ihrer Sicht die wichtigsten Bestandteile einer effizienten Ultraschalluntersuchung?

Duda: Diese Umstrukturierungen führten unweigerlich zu der Frage, ob das umfangreiche anfallende Bildmaterial auch wirklich adäquat beurteilt werden könnte oder ob es Möglichkeiten zur Unterstützung der Befunder gäbe. Bei der MRT sah man sich schon seit jeher mit einer Vielzahl von Bildern konfrontiert. Nach Einführung der Tomosynthese kam dann auch auf dem mammografischen Sektor einiges dazu, wenngleich sich einige Kollegen ja auch mit den synthetisierten Bildern zufriedenstellen ließen. Die Ultraschallvereinbarung der KBV fordert zwar auch jetzt immer noch mindestens ein Bild pro Brust. Die moderne Mammasonografie kommt aber schon lange nicht mehr wirklich mit nur einem einzigen Bild aus.